Metaphern, Parabeln, Gleichnisse und andere interessante Geschichten !


Der Mythos vom Schicksal im Jenseits und im Diesseits !

Bilder: u.a. 120x80cm

1991 - 2017

80x60

2007-08

 

Die Politeia

(altgriechisch; „Der Staat“; lateinisch Res publica)

Der Mythos vom Schicksal im Jenseits und im Diesseits !

Zitat Anfang!

"Die Ausführungen über die Unsterblichkeit rundet Sokrates mit einem Jenseitsmythos ab!

 

Dieser drückt auf anschauliche Weise aus, dass die Gerechten im Jenseits belohnt und die Ungerechten zur Verantwortung gezogen werden. Zwar bedarf die Gerechtigkeit keiner Belohnung, da sie selbst der Lohn der Gerechten ist, doch erhalten die Seelen der Guten von den Göttern die Wertschätzung, die ihnen gebührt.

 

1993

120x60

Der Mythos handelt von der Jenseitserfahrung eines Kriegers, des Pamphyliers Er, der im Kampf gefallen war. Seine Leiche wurde zur Feuerbestattung vorbereitet, doch als sie schon auf dem Scheiterhaufen lag, kehrte die Seele in den Leib zurück und Er wurde wieder lebendig. Nun erzählte er, was seine Seele im Jenseits erlebt hatte. Zusammen mit anderen Verstorbenen war sie vor ein Totengericht gekommen, das die Gerechten von den Ungerechten trennte. Im Unterschied zu den anderen empfing sie dort aber kein Urteil, sondern erhielt die Anweisung, zu beobachten und dann zurückzukehren und den Lebenden Bericht zu erstatten. Nach der Darstellung des Er werden die Seelen der Gerechten in den Himmel geschickt, die der Ungerechten in ein unterirdisches Totenreich, wo es ihnen übel ergeht. In diesen Bereichen des Jenseits bleiben sie, bis sie ihre Belohnungen oder Strafen empfangen haben, dann kehren sie zurück. 

1991 - 2017

80x60 100x75 

2017

90x60

 

Die aus beiden Bereichen Zurückkehrenden erzählen einander, was sie erlebt haben. Die Seelen, die zum Himmel aufsteigen, gelangen unterwegs zur „Spindel der Notwendigkeit“, einem gigantischen Instrument, das sich gleichförmig dreht. Durch die Spindel werden die Drehungen aller Himmelssphären um die Erde, den Mittelpunkt des Universums, in Gang gehalten. Dort sitzen die drei Moiren (Schicksalsgöttinnen) Klotho, Lachesis und Atropos.

2019

90x60

 

 

"Lachesis nimmt die Seelen, die ihren Jenseitsaufenthalt beendet haben, gruppenweise in Empfang. Die zurückkehrenden Seelen müssen im Rahmen der Seelenwanderung wieder in irdische Leiber eintreten. Es gibt jeweils eine Anzahl von vorgegebenen Rollen – künftigen Lebensumständen und Schicksalen –, die für eine Gruppe von Seelen zur Verfügung stehen, und die Zahl der Rollen ist viel größer als die der Seelen. Die Zuteilung erfolgt durch ein Verfahren, das Verlosung und Auswahl mischt.

2019

80x60

 

Jede Seele erhält ein Los. Die Lose enthalten die Reihenfolge, in der die Seelen aus der Menge der Lebensrollen jeweils eine für sich auswählen können. Wer das beste Los erhält, kommt als Erster an die Reihe und hat somit freie Wahl; der Letzte muss mit einer Rolle Vorlieb nehmen, die niemand sonst gewollt hat.  Die Rolle der letzten Seele ist zwar von den anderen verschmäht worden, aber das bedeutet nicht, dass sie schlecht ist.

 

Manche Seelen treffen eine törichte Wahl und fügen sich selbst damit schweren Schaden zu. So beobachtete Er, dass der, der das beste Los zog, sich leichtsinnig das verhängnisvolle Dasein des größten Tyrannen aussuchte, da er von der Macht fasziniert war. Seelen, die aus dem Himmel zurückkehren, wählen oft unüberlegt, da sie sorglos sind, während die aus der Unterwelt Zurückkehrenden meist umsichtig entscheiden, da das erlittene und bei anderen miterlebte Leid sie nachdenklich gemacht hat.

 

2019 

80x60

 

Sokrates beendet die Erzählung des Mythos mit der Ermahnung, stets Gerechtigkeit zu üben und der Vernunft zu folgen !"

Zitat Ende !

1993

100x75

 

Die Politeia

Die Unsterblichkeit der Seele !

 

Zitat: "Zum Schluss kommt Sokrates noch auf die Unsterblichkeit der Seele zu sprechen.

 

Sie bildet aus seiner Sicht den Hintergrund der Bemühungen um Tugend und Tüchtigkeit, stellt sie in einen größeren Zusammenhang und verleiht ihnen einen tieferen Sinn, den es sonst wegen der Kürze des Lebens nicht gäbe. Einen Hinweis auf die Unsterblichkeit bietet das Verhältnis der Seele zu den Übeln, von denen sie betroffen ist. Das Merkmal der vergänglichen Dinge ist, dass die Übel, die sie befallen, sie nicht nur schädigen, sondern auch zerstören können. So zerstört eine Krankheit den Leib, der Mehltau das Getreide, die Fäulnis das Holz, der Rost das Eisen. Diesen Übeln entsprechen bei der Seele Ungerechtigkeit, Zuchtlosigkeit, Feigheit und Unwissenheit. Der Unterschied zu den materiellen Objekten ist jedoch, dass die schädlichen Faktoren die Seele zwar moralisch schwer beeinträchtigen, aber nicht auflösen können. Sie geht daran nicht zugrunde, sie stirbt nicht an der Ungerechtigkeit. Ihre Übel setzen ihr äußerlich zu und umgeben sie wie eine dicke Kruste, von der sie entstellt wird, können sie aber nicht vom Sein ins Nichtsein überführen.

Die Kruste kann entfernt werden."

 

Zitat:

Dylan Thomas

"Wenn die Liebenden fallen - die Liebe fällt nicht;  Und dem Tod soll kein Reich mehr bleiben."